Bandgeschichte

Der Anfang

2009 trafen sich Bernhard Ehrenhuber und Walter Kalina zufällig nach einer rhythmischen Messe, in der Walter mitwirkte, bei einer zwangslosen Plauderei im Gaweinstaler Pfarrhof. Das Gespräch kam klarerweise alsbald auf das Thema Musik, wobei sich herausstellte, dass beide Gitarre spielen und auf die guten alten Austropop-Nummern stehen. Nach ein paar Jam-Sessions in Walters Wohnzimmer entschlossen sie sich dazu, die gemeinsam aufeinander abgestimmten Lieder gegebenenfalls auch einmal halböffentlich zu spielen.

Der erste Auftritt

Am 26. Juli 2010 – und das ist damit auch als das Gründungsdatum der Band anzusehen – ergab sich dazu die erste Gelegenheit: Alle, die in der Pfarrjugend mitwirkten, wurden Jahr für Jahr zu einer Art „Grillabschlussfest“ in die Pfarre Gaweinstal eingeladen, bei dem also dann auch Bernhard und Walter mit einer kleinen Verstärkeranlage einige Lieder zum Besten gaben. Interessanterweise war damals auch schon Herbert Schmid aus Waidendorf dabei, der ja auch ab und zu bei einer rhythmischen Messe in Gaweinstal mitgespielt hatte. Er unterstützte Bernhard und Walter an diesem Abend percussiv mit einer Snaredrum.

Bernhard & Walter

Von der wirklichen Absicht, eine Band aufzubauen und regelmäßig aufzutreten, konnte aber zu dem Zeitpunkt noch keine Rede sein. Es folgten kleinere, halböffentliche Auftritte vor jeweils etwa 60 bis 80 Leuten wie etwa beim Beach-Volleyballturnier der „B7-Volleys“ (28. August 2010) oder bei einem Pfarrheurigen (26. September 2010) in Gaweinstal. Da Bernhard und Walter aber immer wieder gut ankamen, wenn sie in dem einen oder anderen kleinen oder größeren Kreis die Gitarren zur Hand nahmen, entschlossen sie sich, es mal „richtig öffentlich“ in ihrer Stammbar, der „Cocktailbar Downtown“ in Gaweinstal zu versuchen. In Ermangelung spontaner Kreativität betreffend eines Bandnamens nannten sie sich damals noch „Bernhard & Walter“. Das Echo war erstaunlich, keiner hätte gedacht, dass in diese kleine Bar über 40 Personen reinpassen, und es kamen noch mehr, die dann ins Wirthaus ausweichen mussten. Bernhard und Walter waren auf Grund der guten Stimmung so in Spiellaune, dass sie von 21:00 Uhr bis 3:00 Uhr früh durchspielten und gar nicht mehr aufhören wollten.

Es wird ernst

In der Zwischenzeit lernten beide den großen Gitarristen Peter Ratzenbeck bei dessen Konzert in Wolkersdorf kennen. Peter lud sie ein, bei seinem Konzert in der Gaweinstaler Marktmühle (4. Juni 2011) als sein Support aufzutreten – was für eine Ehre! Dies war für Bernhard & Walter eine weitere Bestätigung, dieses Bandprojekt ernsthaft weiterzuverfolgen, aber nicht unter so einem Bandnamen wie „Bernhard & Walter“ – der ja doch eher nach „Siegfried und Roy“ oder „Gitti und Erika“ klang – sprich: Kommerz bzw. Schlagermusik, die sie beide ablehnen. Nach einigem hin- und hergrübeln nannten sie sich ab sofort „Gaunersdorf 2“ ( in Anlehnung an ihre großen Idole von „Austria 3“ ).

Gaunersdorf 3

Man versuchte, weitere Musiker hinzuzuziehen, wobei das was am meisten fehlte, die rhythmische Begleitung durch ein Schlagzeug war. Man trat also erneut an Herbert Schmid heran, doch fix bei dieser Band mitzumachen. Dieser war nicht abgeneigt, und ab sofort hieß man „Gaunersdorf 3“. Es folgte der nächste Auftritt mit dem bis dahin größten Publikum, nämlich vor 200 Personen beim Feuerwehrfest in Pellendorf zu Pfingsten 2011. Da das mit einem Kleinmixer und einem Gitarrenverstärker nicht mehr zu machen war, borgten sich Gaunersdorf 3 eine richtig klassiche PA-Anlage von Pepi Storch von den Red Devils aus. Das Konzert war ein voller Erfolg, die Stimmung war herrlich und bei „I am from Austria“ standen die Leute Arm in Arm und sangen mit.

In aller Munde

Es folgten „Buchungen“ für weitere Auftritte, so etwa beim „Filmabend der jungen Erwachsenen“ am 23. Juni 2011 und erneut beim Beach-Volleyballturnier am 9. Juli 2011. Nun war klar, dass man auch ein wenig investieren muss, wenn es in dieser Art weitergehen sollte. Also wurden zwei ordentliche Aktivboxen und ein größeres Mischpult angeschafft, um das Publikum ordentlich beschallen zu können. Am 14. August 2011 folgte dann das erste von bisher drei „Heimspielen“ im Garten der Cocktailbar Downtown in Gaweinstal. In diesem herrlichen Gartenambiente hinter dem Gasthaus Schilling am Gaweinstaler Hauptplatz fühlten sich Band und Publikum so wohl, dass dieser Konzerttermin, also der Abend vor Maria Himmelfahrt, zum Fixtermin im Gaweinstaler Veranstaltungskalender wurde.

Neuzugang Roman

Im Winter 2011/12 vergößerte sich die Band erneut, der Keyboarder Roman Pacejka aus Zistersdorf, der Walter schon genauso wie Herbert Schmid von der gemeinsamen Zeit beim Jugendchor „Voices“ bekannt war, entschloss sich zur Mitwirkung. Nunmehr unter dem Namen „Gaunersdorf 4“ wurden mehrere Auftritte absolviert, wobei sich herausstellte, dass Roman eine unglaubliche Bereicherung war und ist, sein Keyboard machte den Sound nochmal um eine Facette reicher und breiter. Nun musste aber ein noch größeres Mischpult angeschafft werden, und da man richtig professionell klingen wollte, wurde auch ein professionelles PA-Rack mit den entsprechenden Audiokomponenten angeschafft. Es folgten die nächsten Auftritte, erstmals mit Roman gemeinsam bei einem kleinen Konzert im neu sanierten „Gaweinstaler Pfarrgwölb“ am 13. April 2012, wo das Publikum über den „neuen Sound“ von Gaunersdorf 4 höchst erstaunt und angenehm überrascht war; ebenso am 27. Mai 2012 beim Pellendorfer Feuerwehrfest. Am 9. Juni 2012 wurde ein erneutes Konzert mit Peter Ratzenbeck in der Gaweinstaler Marktmühle absolviert, was sich mittlerweile auch als jährliches Fixprogramm etablieren konnte.

Neue Herausforderungen

Dann folgte der „Aufreger“: Herbert Schmid, der Schlagzeuger, arbeitet im Hauptberuf bei der Firma „AGES“, die am 15. Juni 2012 ihr 10jähriges Firmenjubiläum feierte. Da sollte Gaunersdorf 4 einen kleinen Auftritt hinlegen, doch niemand wusste ganz genau, was da auf die Band zukam. Am Ende stand dort ein riesiges Zelt mit 500 Leuten samt Gesundheitsminister Stöger und weiterer Prominenter! Da rutschte dem einen oder anderen Bandmitglied doch ein wenig das Herz in die Hose, denn so routiniert war man dann nun auch wieder nicht, um einen Gig dieser Größenordnung „einfach mal so“ runterzuspielen. Dennoch sorgte die Band dann souverän für beste Stimmung, nicht zuletzt auch auf Grund einer perfekten Audio-Anlage und Betreuung durch die Hauptband vor Ort.

Erweiterung des Repertoires

Am 19. Oktober 2012 wartete eine neue Herausforderung auf die Band. Das Irish Pub „Limerick“ in Bruck an der Leitha lud Gaunersdorf 4 ein, ein abendfüllendes Konzert zu spielen. Um das dortige Publikum zu befriedigen, wurden nunmehr auch irische Lieder ins Repertoire aufgenommen, was an sich kein Problem war, da Walter und Bernhard ohnehin immer schon diesen guten alten irischen Hadern wie etwa von den „Dubliners“ sehr zugetan waren. Ein weiterer Auftritt ebendort folgte im Frühjahr darauf (3. Mai 2013), wo Gaunersdorf 4 bei den irischen Stücken auch von Walters Cousine, Viktoria Amon, auf der Geige begleitet wurde. Vicky, eine ausgezeichnete „Fiddlerin“, brachte dem Sound die entsprechende irische Würze und das Publikum war begeistert.

Gaunersdorf 5

Im Verlauf des Jahres 2013 spielte die Band dann so viele Auftritte wie noch nie. War man vorher über Gaweinstal kaum oder wenig hinausgekommen, spielte man über die Fixtermine (Ratzenbeck in der Mühle und Heimspiel im Garten der Cocktail-Bar) hinaus nunmehr auch in Raggendorf, Velm-Götzendorf, Wien, Ebenthal, Loidesthal und Bruck an der Leitha. Immer wieder wurde vom Publikum der tolle Sound gelobt, gleichzeitig aber auch ab und an mokiert, dass der Bass fehlen würde. Nun machte sich die Band auf die Suche nach einem Bassisten und wurde sehr schnell fündig – wiederum dank der Kontakte aus der alten „Voices“-Zeit: Emmerich Müllner aus Althöflein konnte als Bassist gewonnen werden und erste gemeinsame Proben wurden absolviert. Am Ende des Jahres 2013 spielte die Band – mittlerweile als „Gaunersdorf 5 – ihren insgesamt 29. Auftritt beim St. Anna-Benefiz-Weihnachtsmarkt am Weingut Zickl in Gaweinstal. Trotz wegen der Kälte klammen Finger lieferte Gaunersdorf 5 einen stimmungsvollen Sound ab, der nunmehr auch durch den neuen Bass um eine weitere, unverzichtbare Facette bereichert und erweitert wurde.